'\" t .\" Copyright (c) Michael Haardt (michael@cantor.informatik.rwth-aachen.de), Sun Jan 15 19:16:33 1995 .\" .\" This is free documentation; you can redistribute it and/or .\" modify it under the terms of the GNU General Public License as .\" published by the Free Software Foundation; either version 2 of .\" the License, or (at your option) any later version. .\" .\" The GNU General Public License's references to "object code" .\" and "executables" are to be interpreted as the output of any .\" document formatting or typesetting system, including .\" intermediate and printed output. .\" .\" This manual is distributed in the hope that it will be useful, .\" but WITHOUT ANY WARRANTY; without even the implied warranty of .\" MERCHANTABILITY or FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE. See the .\" GNU General Public License for more details. .\" .\" You should have received a copy of the GNU General Public .\" License along with this manual; if not, write to the Free .\" Software Foundation, Inc., 675 Mass Ave, Cambridge, MA 02139, .\" USA. .\" .\" Modified, Sun Feb 26 15:02:58 1995, faith@cs.unc.edu .\" Modified Mon Jun 10 01:32:53 1996 by Martin Schulze (joey@linux.de) .\" .TH LP 4 "15. Januar, 1995" "" "Gerätedateien" .SH BEZEICHNUNG lp \- line printer devices (Zeilendrucker) .SH ÜBERSICHT .I "#include " .SH KONFIGURATION .BR lp [0\(en2] sind zeichenorientierte Geräte für Drucker an der parallelen Schnittstelle; ihre major numbers sind 6, ihre minor numbers sind 0\(en2. Die minor numbers korrespondieren zu den Basisadressen 0x03bc, 0x0378 und 0x0278 der Druckerports. Normalerweise haben sie mode 220 und gehören root und Gruppe lp. Die Druckerports können entweder im polling- oder interrupt-Betrieb benutzt werden. Falls ein großer Datendurchsatz erwartet wird, z.B. für Laserdrucker, sollten Interrupts benutzt werden. Für normale Matrixdrucker sollte polling ausreichen. Der default ist polling. .SH BESCHREIBUNG Die folgenden .IR ioctl (2) Aufrufe werden unterstützt: .TP .BI "int ioctl(int " Ifd ", LPTIME, int " arg ")" Wenn der Druckerpuffer voll ist, schläft der Treiber für .I arg Hundertstelsekunden, bevor er den Puffer erneut prüft. Für einen schnellen Drucker sollte dieser Wert niedrig, für einen langsamen Drucker dagegen hoch gewählt werden. Der default beträgt 2, also 0,02 Sekunden. Dies beeinflusst nur den pollenden Treiber. .TP .BI "int ioctl(int " fd ", LPCHAR, int " arg ")" Setzt die maximale Anzahl von busy-wait Iterationen des pollenden Treibers, die gemacht werden, wenn der Treiber darauf wartet, dass der Drucker bereit wird, auf .IR arg . Die Zahl sollte erhöht werden falls das Drucken zu langsam ist und erniedrigt werden, wenn das System zu stark belastet wird. Der Standardwert ist 1000. Dies beeinflusst nur den pollenden Treiber. .TP .BI "int ioctl(int " fd ", LPABORT, int " arg ")" .RI "Falls " arg 0 ist, wird es der Druckertreiber bei Fehlern erneut versuchen, ansonsten aufgeben. Der Standardwert ist 0. .TP .BI "int ioctl(int " fd ", LPABORTOPEN, int " arg")" .RI "Falls " arg " 0 ist, wird" .BR open (2) bei auftretenden Fehlern abgebrochen, ansonsten werden Fehler ignoriert. Der default ist ignorieren. .TP .BI "int ioctl(int " fd ", LPCAREFUL, int " arg ")" .RI "Falls " arg " 0 ist, müssen alle out-of-paper-, offline- und" Fehlersignale bei allen Schreibzugriffen logisch falsch sein, ansonsten werden sie ignoriert. Standard ist es, sie zu ignorieren. .TP .BI "int ioctl(int " fd ", LPWAIT, int " arg ")" Setzt die Anzahl von busy-wait Iterationen, die ausgeführt werden, bevor der strobe Impuls beginnt. (Strobe signalisiert dem Drucker, dass die Daten am Datenport stabil anliegen und ein neues Zeichen enthalten.) Es werden ebenfalls .I arg Iterationen ausgeführt, bevor der strobe Impuls beendet wird. Die Spezifikation gibt eine Impulslänge von 1 bis 500 Mikrosekunden vor. Der Impuls darf frühestens eine Mikrosekunde nach dem Anlegen der Daten gegeben werden, welche mit seinem Ende übernommen werden, und die Daten müssen noch mindestens eine Mikrosekunde nach dem Ende anliegen. Der Default ist 0, es werden also keine zusätzlichen Verzögerungsschleifen ausgeführt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Verzögerung durch den code selbst ausreicht. Dies gilt für den Interruptgetriebenen wie für den pollenden Treiber. .TP .BI "int ioctl(int " fd ", LPSETIRQ, int " arg ")" Dieser .B ioctl() benötigt superuser Privilegien. .I arg gibt den neuen IRQ an, der Wert 0 schaltet interrupts ab und polling ein, was auch default ist. Als Seiteneffekt wird der Drucker dabei zurückgesetzt. .TP .BI "int ioctl(int " fd ", LPGETIRQ, int *" arg ")" Speichert den zurzeit genutzten IRQ in .IR arg . .TP .BI "int ioctl(int " fd ", LPGETSTATUS, int *" arg ")" Speichert den Wert des status port in .IR arg . Die Bits haben folgende Bedeutung: .sp .TS l l. LP_PBUSY invertierter busy Eingang, aktiv high LP_PACK unveränderter acknowledge Eingang, aktiv low LP_POUTPA unveränderter out-of-paper Eingang, aktiv high LP_PSELECD unveränderter selected Eingang, aktiv high LP_PERRORP unveränderter error Eingang, aktiv low .TE .sp Siehe auch dein Drucker-Handbuch für die Bedeutung der Signale. Beachte dabei, dass auch undokumentierte Bits, in Abhängigkeit vom Drucker, gesetzt werden können. .TP .BI "int ioctl(int " fd ", LPRESET)" Setzt den Drucker zurück. Ohne Argument. .SH FILES .I /dev/lp[0\-2] .SH AUTOREN Der Druckertreiber ist im Original von Jim Weigand und Linus Torvalds geschrieben worden. Michael K.\& Johnson hat ihn weiter verbessert. Der Interrupt code stammt von Nigel Gamble. Alan Cox modularisierte ihn. LPCAREFUL, LPABORT, LPGETSTATUS wurden von Chris Metcalf hinzugefügt. .SH "SIEHE AUCH" .BR mknod (1), .BR chown (1), .BR chmod (1), .BR tunelp (8), .BR lpcntl (8).