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<page title="Linux in Oldenburg" lang="de">

<h1 align=center>Linux in Oldenburg</h1>

<colorbg bgcolor=<lightblue>>
<em>Persönliche Einschätzung von Martin Schulze, 6. Januar 2000</em>

<blockquote>

Da Infodrom Oldenburg zur Zeit, wie der Name schon vermuten läßt, seinen Ursprung in <a
href="http://www.oldenburg.de/">Oldenburg</a> hat, ist der
Oldenburger Raum natürlich für uns besonders interessant.  Daher soll
auf ihn etwas genauer eingegangen werden.

</blockquote>

<h3>Linux User Group Oldenburg</h3>

<p>Schon vor mehreren Jahren (ca. '95) hat sich in Oldenburg eine
Gruppe von Personen gefunden, die sich regelmäßig treffen und sich
über Linux unterhalten.  Gegründet war der <a
href="http://oldenburg.linux.de/Infos/stammtisch.html">Oldenburger
Linux-Stammtisch</a>, der sich regelmäßig einmal im Monat in der
Brasserie <a href="http://www.dacapo-ol.de/">DaCapo</a> trifft.

<p>Der Stammtisch ist offen und eine lockere Runde.  Das Spektrum der
teilnehmenden Personen reicht von Schülern über Studenten
verschiedener Fachrichtungen bis hin zu Angestellten, Professoren und
Firmeninhabern sowie sogenannten IT-Experten.  Neue Personen sind
dort gerne gesehen, bereitwillig werden auch die einfachsten Fragen
beantwortet.

<p>Aus dem Stammtisch heraus wurde Anfang 1999 offiziell die <a
href="http://oldenburg.linux.de/">Linux User Group Oldenburg</a>
(LUGO) als etwas offizielleres Gebilde gegründet.  Anschließend wurde
1999 der erste Oldenburger LinuxTag organisiert und ziemlich chaotisch
durchgeführt.  Sinn der LUGO war, professioneller in der
Öffentlichkeit aufzutreten und Linux besser repräsentieren zu können.
Die LUGO hat somit auch Faltblätter herausgegeben und in den
Computerläden ausgelegt.

<h3>ffis e.V.</h3>

<p>Da die LUGO keine juristische Person war, für die Durchführung
einer großen Ausstellung wie dem LinuxTag jedoch eine juristische oder
rechtliche Person unbedingt erforderlich war, wurde der gemeinnützige
<a href="http://www.ffis.de/">Verein zur Förderung Freier
Informationen und Software e.V.</a> mit Sitz in Oldenburg gegründet.
Dieser wurde Anfang 2000 eingetragen und war im Oktober der Träger für
den zweiten Oldenburger LinuxTag sowie einer Vortragsreihe.

<h3>Aktivitäten in Oldenburg</h3>

<p>Die folgenden Aktivitäten in Sachen Linux finden in Oldenburg
statt:

<dl>

<dt> <b>Linux-Stammtisch</b>
<dd> Monatliche <a
     href="http://oldenburg.linux.de/Infos/stammtisch.html">Treffen</a>
     von Linux-Begeisterten aus der Region.

<dt> <b>Pinguin-Brunch</b>
<dd> Anfang des Jahres wird ein gemütlicher <a
     href="http://oldenburg.linux.de/Infos/pinguin-brunch.html">Brunch</a>
     organisiert.

<dt> <b>Pinguin-Grillen</b>
<dd> Jeweils zur Jahresmitte wird gesittet <a
     href="http://wiki.ffis.de/ffisGrillen">gegrillt</a>.

<dt> <b>Vortragsreihe</b>
<dd> Im Jahr 2000 (leider eingeschlafen) ein Fachvortrag pro Monat mit
     einem Referenten aus den Reihen der LUGO.

<dt> <b>LinuxTag</b>
<dd> Im Jahr 1999 und 2000 eine Ausstellung mit Vorträgen rund um
     Linux und Freie Software.  Seit 2005 gibt es den <a
     href="http://www.lit-ol.de/">LIT Oldenburg</a> als Nachfolger.

<dt> <b>Ausstellung</b>
<dd> Auf einer Existenzgründermesse wurde 2000 ein GNU/Linux-Stand
     ermöglicht, den der ffis e.V. ausgefüllt hat.  Es war ein reiner
     Informationsstand ohne kommerzielle Interessen.

<dt> <b>VHS-Kurse</b>
<dd> An der Volkshochschule in Oldenburg werden verschiedene Kurse zu
     Linux-Themen von unterschiedlichen Personen angeboten.

<dt> <b>Uni-Kurse</b>
<dd> Das <a
     href="http://www.hrz.uni-oldenburg.de/">Hochschulrechenzentrum</a> der
     <a href="http://www.uni-oldenburg.de/">Universität</a> bietet im Rahmen
     seiner Möglichkeiten sowohl Linux- als auch Unix-Kurse für
     Studenten und Bedienstete an. (leider eingeschlafen)

<dt> <b>Firmen</b>
<dd> In mehreren Firmen wird Linux eingesetzt, sowohl als Server als
     auch als Workstation.  Hierzu sind leider keine repräsentativen
     Zahlen und nur wenige Adressen bekannt.  Verschiedene Firmen bieten
     Support an, z.B. <a href="http://infocon.infodrom.org/">InfoCon</a>.

<dt> <b>BFI</b>
<dd> An der BFI (Bundesfachschule Informatik) findet ein Teil des
     Unterrichts auf Basis von GNU/Linux statt.  Die Schüler lernen dort
     den Umgang mit dem System bereits im Unterricht.

<dt> <b>Webserver</b>
<dd> Die Server <a
     href="http://www.infodrom.org/">www.infodrom.org</a>, <a
     href="http://oldenburg.linux.de/">oldenburg.linux.de</a>, <a
     href="http://www.ffis.de/">www.ffis.de</a> und <a
     href="http://wiki.ffi.de/">wiki.ffi.de</a> beinhalten
     Informationen zu GNU/Linux.

</dl>				   


<h3>Öffentlichkeitsarbeit</h3>

<p>In Sachen Öffentlichkeitsarbeit versagen wir in Oldenburg vollkommen.
Nicht einmal für den LinuxTag haben die Veranstalter es geschafft,
ausreichend Interesse in der Öffentlichkeit und vor allem in der
Presse zu schaffen.  Während auf dem zweiten Bremer Linux-Tag 1999
mehrere Radio- und Fernsehsender vertreten waren, war auf dem zweiten
Oldenburger LinuxTag nur ein Vertreter des Nordwestnet.  Die
Berichterstattung im Vorfeld beschränkte sich auf zwei Artikel, eine
Nachberichterstattung gab es nicht, noch nicht einmal in der
Uni-internen Presse.

<p>Die Generierung und Verteilung der Flyer ist auch wieder
eingeschlafen.  Leider gibt es da keine kontinuierliche Arbeit sondern
immer nur sporadisches Aufbäumen.

<h3>Linux an der Universität</h3>

<p>Man sollte ja eigentlich meinen, daß Linux genau das richtige
Betriebssystem für die Universitäten sei.  Im Fachbereich Informatik
kann es in die Lehrveranstaltungen und Forschung eingebunden werden,
da Algorithmen direkt implementiert werden können, da der Quellcode
vorhanden ist.  In Rechnerpools erspart man den sowieso schon
gebeutelten Hochschulen teure Lizenzgebühren.  Die Wartung könnte
durch diskless Workstation sowie eigene Massinstallationen gegenüber
Windows erheblich erleichtert werden.  In anderen Fachbereichen könnten
Hardware-Entwicklungen direkt mit Linux vorgenommen werden.

<p>Tja, falsch gedacht.  Suchte man 1998 an der Universität Oldenburg
Linux im offiziellen Einsatz, so fand man nichts.  Inoffiziell wurde
es von einigen Mitarbeiten als eins von mehreren Betriebssystemen auf
ihrer Workstation sowie zu Testzwecken schon eingesetzt.  Offiziell
wurde Linux nicht unterstützt, weder in den Fachbereichen noch im
Rechenzentrum.

<p>Das hat sich inzwischen glücklicherweise geändert.  In den
Fachbereichen wird Linux offiziell als Server und teilweise auch als
Workstation eingesetzt.  Das Hochschulrechenzentrum betreibt einen
Linux-Pool und freut sich an der Kickstart-Installation.  Ebenfalls im
Rechenzentrum wird ein Hochleistungs-Cluster-Rechner auf Basis von 16
Biprozessor-Linux-Systemen betrieben.  Das Rechenzentrum hat bei der
Vortragsreihe und beim LinuxTag mitgearbeitet und bietet eigene
Veranstaltungen an.

<h3>Linux-Aktive</h3>

<p>Obwohl die letzten Linux-Stammtische so voll waren, daß ich mich
entschieden habe, einen zweiten Termin pro Monat anzubieten, sieht es
mit der aktiven Arbeit in der Szene leider in Oldenburg ziemlich mau
aus.  Relativ wenig Entwickler Freier Software stammen aus Oldenburg
(mir fallen nur bttvgrab und meine Pakete ein), Debian Entwickler gibt
es nur noch derer zwei hier (die anderen beiden sind weggezogen).

<p>Die Vortragsreihe und der LinuxTag im Jahr 2000 stand und fiel mit
meiner Zeit und Arbeit.  Selbst im ffis e.V., der sich zur Aufgabe
gemacht hat, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, scheint niemand Zeit
und Muße zu haben, die Aufgabe auch tatsächlich durchzuführen.

<p>Es scheint in Oldenburg zur Zeit keine aktiven Linux- und
Free-Software-Befürworter zu geben, die ihre Zeit auch in
Öffentlichkeitsarbeit stecken möchten.  Daher sehe ich für Aktivitäten
wie Installationstage, LinuxTag, Vortragsreihen, Ausstellungen,
Workshops, Vorträge etc. in naher Zukunft schwarz.

<p>Es ist noch nicht einmal möglich, aktive Webmaster für die
verschiedenen Domains zu finden.  Das Resultat ist, daß sie komplett
von mir allein gewartet werden - und ich mir die Arbeit so gering
halten muß wie es nur geht.

<author>Joey</author>

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</page>

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