#include "LUGO.style"

<page name="Distributionen">

<ol>
<li> <a href="#distrib_was">Distribution - was ist das denn?</a>
<li> <a href="#distrib_welche">Welche Distributionen gibt es?</a>
<li> <a href="#versionen">Welche Versionsnummer ist aktuell?</a>
<li> <a href="#hardware">Welche Hardware-Anforderungen stellt Linux?</a>
<li> <a href="#wahl">Wie treffe ich eine Wahl?</a>
</ol>

<a name="distrib_was">
<H3>Distribution - was ist das denn?</H3>
</a>

<p>Unter Linux versteht man im Grunde genommen nur den Systemkern, der
die Verbindung zwischen der Software und Hardware realisiert.  Zu
einem arbeitsfähigen Unix-System gehört jedoch mehr als nur ein
Kernel, denn damit könnte man nicht arbeiten.  Neben einer
Kommandoshell werden eine Reihe von Systemwerkzeuge benötigt und man
möchte schließlich auch das eine oder andere Anwendungsprogramm
benutzen.</p.

<p>Alle diese Programme sind in der Regel frei (unter der GNU-Public
License) im Internet zu erhalten und wer Zeit und genaue
Systemkenntnisse besitzt, kann sich ohne weitere Kosten ein
GNU/Linux-System von ca. 80-100&nbsp;MB Umfang zuammenstellen,
konfigurieren und zum Laufen bringen. Dies kann jedoch unter Umständen
ein mühsames Unterfangen werden.</P>

<p>Schon in der Frühzeit von GNU/Linux haben sich daher komplette Pakete
herausgebildet, eingerichtet und gepflegt von wahren Kennern der
Materie, die alle notwendigen und nützlichen Dinge für ein lauffähiges
GNU/Linux-System enthalten, so daß man mit diesem System auch arbeiten
kann. Diese werden als <strong>Distributionen</strong> bezeichnet.</P>

<a name="distrib_welche">
<H3>Welche Distributionen gibt es?</H3>
</a>

<p>Es gibt eine ganze Reihe von Distributionen von unterschiedlichem
Umfang, unterschiedlicher Zusammenstellung, unterschiedlicher
Zielgruppe und unterschiedlichem Preis. Die Frage nach der besten
Distribution läßt sich genauso schlecht beantworten wie die Frage nach
dem besten Computersystem.  Zuviel hängt vom eigenen Wissen und den
eigenen Bedürfnissen ab Einige bekannte Distributionen sind:</p>

<p>
<ul>

<li> <a href="http://www.debian.org/">Debian GNU/Linux</A> - <em>die Freie Distribution</em>

<li> <a href="http://www.suse.de/">SuSE Linux</a> - häufigste in Deutschland

<li> <a href="http://www.redhat.com/">RedHat</a> - weit verbreitet in U.S.A.

<li> <a href="http://www.mandrake.com/">Mandrake</a> - aufstrebende Distribution

<li> <a href="http://www.gentoo.org/">Gentoo</a> - aufstrebende freie Distribution

<li> <a href="http://www.caldera.com/">Caldera</a> - die tote Distribution

</ul>
</p>

<a name="versionen">
<h3>Welche Versionsnummer ist aktuell ?</h3>
</a>

<p>Die Versionsnummer der jeweiligen Distribution wird von ihrem
Hersteller vergeben und ist vollkommen unabhängig von der Versionsnummer des
Kernels.  Wenn der Kernel die Version 2.4.0 hat, darf die
Versionsnummer der Distribution  2.1 oder gar 7.0 sein.
Die Versionsnummern des Kernels geben seit der Version 1.0 den
Entwicklungsstand des wieder: gerade Versionsnummern bezeichnen
stabile Kernel, ungerade Versionsnummern Entwicklerversionen. Die
aktuelle, stabile Version ist 2.4.1.  Distributionen folgen
<b>NICHT</b> dieser Konvention.</p>

<p>Einige Leute meinen, sie hätten Linux 8.2 installiert.  Als diese
Seite überarbeitet wurde, steht Linux 2.6.0 vor der Tür und wird wohl
in den nächsten Monaten veröffentlicht.  Von einer Version 8.2 ist man
noch Jahrzehnte entfernt.  Entweder hat jemand eine Zeitreise gemacht
oder er verwechselt die Distribution SuSE Linux 8.2 mit dem Linux-Kernel.</p>

<a name="hardware">
<H3>Welche Hardware-Anforderungen stellt Linux?</H3>
</a>

<p>Als <strong>Prozessor</strong> ist im PC-Sektor schon ein 80386, am besten mit 80387
Coprozessor ausreichend, da Linux sehr viel schonender mit Ressourcen umgeht
als andere, "neue" Betreibssysteme. Dennoch - je schneller der Prozessor ist,
desto besser arbeitet auch Linux.</p>

<p>Mit 4&nbsp;MB <strong>Arbeitsspeicher</strong> kann man gut im
Textmodus arbeiten oder die Netzwerkfunktionen nutzen
(schwachbrüstiger Router). Mit der grafischen Oberfläche X11 will
jedoch keine rechte Freude aufkommen. Ab 8&nbsp;MB Hauptspeicher
verbessert sich die Performance spürbar, je nach Einsatzzweck und
Anzahl der gleichzeitig arbeitenden Benutzer kann auch sehr viel mehr
Arbeitsspeicher lohnend sein.  Linux nutzt nicht direkt verwendeten
Speicher, um Plattenzugriffe zu beschleunigen.</p>

<p>Ein minimales GNU/Linux-System paßt auf jede
<strong>Festplatte</strong>, notfalls auch auf eine Diskette. Da man
aber (wie immer) auch Werkzeuge, Anwendungsprogramme,
Programmiersprachen etc. benötigt, ist der Platzbedarf nach oben
offen. 150&nbsp;MB - 2&nbsp;GB, verteilt auf 2-3 Partitionen,
beherbergen ein umfangreiches System und viele Anwendungen.  Mit <a
href="http://www.knoppix.org/">Knoppix</a> gibt es ein direkt von CD
lauffähiges System, mit dem die Möglichkeiten von GNU/Linux
ausprobiert werden können, ohne daß etwas auf der Festplatte
installiert werden muß.</p>

<a name="wahl">
<H3>Wie treffe ich eine Wahl ?</H3>
</a>

<p>Die Distributionen unterscheiden sich heutzutage hauptsächlich in
drei Kategorien:</p>

<p>
<ol>
<li> Zielsetzung: Privatanwender, Business, allgemein, Spezialgebiet
<li> Zusammensetzung: von Community oder Firma zusammengestellt
<li> Preis: frei im Internet oder über Händler
</ol>
</p>

<p>Darüberhinaus gibt es noch Unterschiede in der Anzahl der Pakete
und der Zeit zwischen zwei Versionen.  Während kommerzielle Anbieter
vom Marketing getrieben werden und mehrfach im Jahr ein neues System
herausgeben, sind die Release-Zyklen bei den freien Distributionen
erheblich größer, so daß man dort länger mit dem gleichen System
arbeiten kann ohne dauernd aktualisieren zu müssen.</p>

<p>Es ist ratsam, in Anbetracht des großen Umfangs der meisten
Distributionen nach Möglichkeit die Pakete auf CD-ROM oder DVD
bzw. immer aktuell aus dem Internet zu beziehen.  Auch wenn es
z.B. Debian GNU/Linux auch von FTP-Servern gibt, ist in Anbetracht der
gesunkenen Kosten die Anschaffung eines CD-ROM Laufwerks sicher eine
Überlegung wert. Um 50&nbsp;&euro; kann man z.T. acht aktuelle CDs
erwerben, die so ziemlich alles enthalten, was für GNU/Linux zu
bekommen ist.</p>

<p>Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung und Integration der
Distributionen ist es durchaus sinnvoll, mehrere Distributionen
auszuprobieren, bis man sich entscheidet, welche man letztendlich
einsetzen möchte.</p>

</page>

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